Amokläufer vom Emsdetten
In Emsdetten (NRW) lief heute an einer Realschule ein 18-jähriger mit Schusswaffen und Sprengstoff amok. Spiegel.de berichtete sehr viel darüber, veröffentlichte auch einige Hintergrundinfos zum Täter und Fotos von seiner Webseite. Ich habe mich aus Interesse einmal daran gemacht und ein wenig über den Täter nachgeforscht. Er ist unter dem Nick "ResistantX" bekannt und war auf der Seite chemikalien.de angemeldet wo er sich vermutlich Hilfe für den Bau seiner Rohrbomben besorgte. Des Weiteren postete er im Jahr 2004 auf das-beratungsnetz.de über seine Probleme in der Schule und spielte mit dem Gedanken eines Amoklaufes. Seinen Eintrag revidierte er jedoch Anfang 2006. Er sagt, dass alles wieder in Ordnung ist und seine damalige Reaktion auf die Umstände wohl sehr heftig war. Er schreibt das er das Jahr schaffen wird und wieder Hoffnung hat. Anscheinend hat er es nicht geschafft, denn seine eigene Webseite spricht ganz andere Bände über seine aktuelle Verfassung. Er schildert mit gut formulierten Gedanken und Struktur seine Entwicklung und seine Situation. Er wirkt keineswegs psychisch krank, nur aufgewühlt. Seine Argumente sind nachvollziehbar. Seine Lösungen sind jedoch drastisch.Auch in etlichen Doom-, Counterstrike- und Quakeforen finden sich seine Spuren. In seinen ICQ Details kann man seine Hobbys erfahren - Mapping, Internet und Airsoft. Seine Lieblingsmusikgenres waren Industrial, Metal, Punk, EBM.
Die Spiele und die Musik dienten ihm wahrscheinlich zum Frust- und Stressabbau, jeder der harte Musik hört weiß, wie befreiend sie wirken kann.
Nun meine lieben Leser, ich denke wir dürfen uns bald wieder endlose Diskussionen über bösartige Musik und gewaltätigmachende Spiele anhören. Meiner Meinung nach kann diese Form von Unterhaltung bereits vorhandene Störungen eventuell begünstigen, muss es aber nicht. Nur weil einer durchdreht ist nicht die ganze Anhängerschaft krank. Und ob er ein krank er, abschlachtgeiler Spaßtöter war ist auch so eine Sache. Lest euch wirklich einmal seinen Abschiedsbrief durch. Er war kein dummes lernschwaches Kind. Er hat sich Gedanken um sich und seine Umwelt gemacht. Er hat versucht Hilfe zu bekommen aber er wurde nie erstgenommen (siehe Beratungsnetz). Einiges was er dachte kann ich unterstützen, aber die Konsequenz die er daraus zog ist in meinen Augen auf keinen Fall die richtige gewesen. Er hätte in eine Großstadt ziehen können um dort seine Individualität entfalten zu können. Dort wäre es für ihn sicher leichter gewesen ähnlich tickende Menschen zu finden.
Seht die Dokumente an und bildet eure eigene Meinung. Wär schön wenn ihr sie mir in den Comments mitteilen würdet.

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